Hallo
Abgesehen von den genannten Rahmenbedingungen: Wer den Wagen eher als Sparschwein/Geldanlage sieht (soweit man beim Standard-Capri davon sprechen kann), sollte tatsächlich über einen Verkauf nachdenken. Ich glaube, und das gilt für alle 70er/80er Jahre Fahrzeuge, dass in den nächsten Jahren diese vermehrt auf den Markt kommen werden, weil einfach die Besitzer-Jahrgänge ausgedünnt werden und die Erben oftmals mit den Wagen nichts anfangen können. Das wird sicher in der überwiegenden Zahl der Fälle so sein. D.h. es wird in den kommenden Jahren ein immer größeres Angebot geben und auch logischerweise weniger Nachfrage. Den Rest macht dann die Marktwirtschaft....
Zu den politischen Rahmenbedingungen: Jahrelang haben die Oldtimerclubs ja gemeint, dass sich das schon regeln wird, eine Interessenvertretung braucht man nicht. Daher haben die meisten, auch z.B. der CCD, den DEUVET als in meinen Augen einzige nur dem Oldtimer verpflichtete Interessenvertretung ignoriert. Ich habe selbst zweimal Anträge zum Beitritt gestellt, die jeweils abgelehnt wurden wegen der Kosten. Der ADAC kann zwar schöne Glanzartikel drucken, aber niemals eine reine Vertretung der Oldtimerfahrer sein, weil das seinen anderen Aufgaben widerspricht.
Alle Dinge, die heute in der Oldtimerszene gerne in Anspruch genommen werden, (rotes und H-Kennzeichen, Plakettenausnahme usw.) sind durch die langjährige Arbeit des DEUVET entstanden. Ich bin seit rund 25 Jahren dort aktiv, u.a. im Beirat, und kann es recht gut beurteilen. Für die Clubs war immer die Mitgliedsgebühr ein rotes Tuch, man hat lieber in andere Dinge investiert. Dann bitte auch heute nicht jammern, wenn man schöne Unmengen an Ersatzteilen hat, diese aber nicht mehr braucht, weil man nicht mehr fahren kann!
Sorry, aber meine Meinung.
Viele Grüße Ralf