Hallo,
der Code "CU" kennzeichnet das Baudatum des Fahrzeuges, in diesem Fall wäre das der Juni 1982.
Das müsste noch eine "schwarze"Maschine sein mit dem 41-er-Nockenwellendurchmesser, denn die "graue" mit dem 43-er Durchmesser gab es erst nach den Werksferien 1982, also zum Modelljahr 1983 hin.
Da der Block nach Deiner Auskunft die 82-er Kennzeichnung hat, wird dies eher kein AT-Motor sein, sondern ein originaler in dem Granada verbauter gewesen sein.
Da der Motor nach Deinen Informationen auch schon länger ausgebaut und nicht mehr gelaufen ist, würde ich auch, wie schon von den anderen empfohlen wurde, die Dichtringe sowie zumindest auch die Ansaugkopfdichtung (Schwachstelle beim 2,8i) erneuern, da die Korkdichtungen sicherlich altersbedingt total ausgehärtet sind.
Versuche, möglichst Dichtsätze aus neuerer Produktion zu ergattern, und keine überlagerten Altbestände.
Im ausgebauten Zustand ist das sicher alles einfacher zu machen als im eingebauten Zustand, die Ölwannendichtung würde ich z.B. die neuere Version aus Gummi (Scorpio 2,8i) nehmen, und diese dann mit Stehbolzen und Stopmuttern befestigen.
Wenn die Ölwanne dann ohnehin abgebaut ist, kann man sich bequem die Haupt- und Pleuellager anschauen und ggfs. direkt einfach erneuern.
Event. vorhandener Ölschlamm ist so auch einfacher zu entfernen.
Wenn Du die Ventildeckel abgebaut hast, würde ich auch die Ventilhübe messen, ob diese ziemlich gleich (sind aber zwischen Einlass-und Auslass unterschiedlich, da der Nockenhub hier unterschiedlich ist) messen, so kann man eher eine eingelaufene Nockenwelle diagnostizieren, welche beim ausgebauten Motor ohnehin leichter zu tauschen geht als beim eingebauten.
Dazu Messschieber nehmen, Motor durchdrehen und die einzelnen Wege, welche die Stösselstangen und Kipphebel zurücklegen, mit dem Tiefenmesser messen und notieren und am Ende vergleichen, eine größere Abweichung lässt eine eingelaufene Nockenwelle vermuten, diese kommt beim 2,8i häufiger vor, da viele Werkstätten "vergaßen", das Ventilspiel zu prüfen, dies war beim 2,8i wegen der Luftkammer und den Schläuchen etwas unbequem gegenüber der Vergaserversionen zu machen gewesen.
Ein 1982-er Motor hat auch werksseitig keine gehärteten Ventilsitze für bleifreies Benzin, wenn Du die Köpfe demontiert hast, wäre nun auch die Umrüstung auf gehärtete Ventilsitzringe durch einen Fachbetrieb möglich, anderenfalls wäre die Prüfung des Ventilspiels alle 3.000-4.000 km zu empfehlen.
Die Stirnräder würde ich auch prüfen, auch wenn der 1982-er bereits die verstärkten verbaut haben müsste (seit Juni 1979).
Durch das lange Stehen können die Weichmacher aus dem Novotex-Material herausgehen und somit das Novotex verspröden, ein kräftiger Lastwechsel und die Fahrt ist dann beendet.
Natürlich kostet dies alles eine gewisse Stange Geld, auch bei einem Motor, der nicht viel auf der Uhr hat,, aber vorbeugen ist manchmal besser, als hinterher die Sache noch mehrere Male neu aufzurollen.
Gruß !