44B Karosserie/Rohbauarbeiten
Inhalt
Arbeitspositionen
ALLGEMEINES
Bei der Konstruktion des
Capri '78 wurde, um den Wünschen kostenbewusster Autofahrer
entgegenzukommen, besonderer Wert auf Reparaturfreundlichkeit gelegt. Zu
dieser Reparaturfreundlichkeit gehören auch problemlose
Karosseriearbeiten, denn die Wirtschaftlichkeit eines Fahrzeuges wird
davon genauso beeinflusst wie vom Wartungsaufwand oder allgemeinen
Reparaturen.
Günstige Trennlinien für
Teileinsatz (Abschnittsreparatur) sowie abschraubbare Rückwand- und
Seitentüren ermöglichen niedrige Kosten bei eventuellen Unfallschäden.
Fachgerechte
Karosseriereparaturen können nur mit den nötigen Spezialwerkzeugen
durchgeführt werden. Aus diesem Grund wurde eine Aufstellung der
gebräuchlichsten Karosseriewerkzeuge
aufgeführt.
Wir empfehlen (wegen der
größeren Blechverformungen bei Autogenschweißungen)
Abschnittsreparaturen nur mit Schutzgas- oder Punktschweißgerät
auszuführen.
Richtarbeiten am Aufbau
dürfen nur in kaltem Zustand vorgenommen werden.
Punktschweißstellen, die
nicht mit der Punktschweißzange zugänglich sind, werden durch
Lochschweißung verbunden, d. h., an dem Schweißflansch werden an einer
Seite Löcher gebohrt oder gestanzt und anschließend unter Materialzugabe
verschweißt.
Um Schäden beim
Schutzgasschweißen an der Lichtmaschine zu vermeiden, muss immer die
Batterie sowie die Lichtmaschine abgeklemmt werden.
Achtung!
Bei Schweiß- oder
ähnlichen Arbeiten darf keine Oberbekleidung aus Nylon, Perlon, Dralon
usw. getragen werden. Außerdem müssen Kraftstoffleitung,
Kraftstoffbehälter und andere Feuergefährliche Materialien ausgebaut
werden, wenn in ihrer Nähe geschweißt wird. Erhöhte Brandgefahr!

Abb.1
Sicherheits-Karosserie
|
Die Capri
'78-Sicherheits-Karosserie
Um den Fahrzeug-Insassen sie
sogenannte "passive" Sicherheit zu bieten, wurden in die Front-
und Heckpartien der Karosserie Knautschzonen eingearbeitet. Zusammen mit
eine optimal ausgebildeten Bodengruppe entstand eine selbsttragende
Sicherheits-Karosserie, Abb.1.
Bei einem Frontalaufprall
bei 50 km/h auf eine feste Barriere beträgt die Gesamtverkürzung dieser
Sicherheits-Karosserie ca. 600 mm. Die auftretende mittlere Verzögerung
liegt bei nur 20 g, was eine optimale Überlebenschance für angegurtete
Insassen bedeutet. Die Frontpartie muss beim Aufprall mit 50 km/h eine
Kraft von 32 Tonnen aufnehmen.
Die
Sicherheits-Fahrgastzelle trägt während dieser Aufprallphase eine
maximale Belastung von 18 Tonnen ohne nennenswerte Deformierung.
Es ist daher von
entscheidender Bedeutung, dass nach der Reparatur die ursprüngliche
"Festigkeit" sowie "Maßhaltigkeit" nochmals erreicht
werden.
Mit Hilfe der Richtbank oder
Rahmenlehre sowie durch Erneuern oder Ausrichten von beschädigten Teilen
ist man in der Lage, den ursprünglichen "Zustand" zu erreichen.
Beim Ausrichten der
Teile/Träger stets Kaltverformung vorziehen. Ist die Kaltverformung nicht
möglich, kann man die Richtoperation durch Anwärmen, jedoch nicht über
800° C, erleichtern.
Von entscheidender Bedeutung
beim Auswechseln der verschweißten Teile sind die Wahl der
Schweißverfahren und eine fachgerechte Ausführung.
Bei den häufigsten
Unfallschäden sind in erster Linie die aus folgender Tabelle
ersichtlichen Teile betroffen. Die Möglichkeit zur Reparatur mit den
entsprechenden Reparatur-Operationsnumern sowie die Bedeutung der
einzelnen Teile (tragend oder nicht tragend) sind außerdem aufgeführt:
Teil-Bezeichnung |
Reparatur-Möglichkeit |
Tragendes Teil |
Operation-Nr. |
|
Schürze
(vorn)
Schließblech - Motorhaube
Querträger (vorn) unten
Stehblech
Längsträger mit Stehblech
Windlauf-Oberteil
Türschweller
Seitenwand (vorn)
Seitenwand (hinten)
Radhaus
Rückwandblech
Bodenblech - Kofferraum
Längsträger (hinten)
|
Abschnitt-Reparatur
Komplett ersetzen
Komplett ersetzen
Abschnitt-Reparatur
Komplett ersetzen
Abschnitt-Reparatur
Abschnitt-Reparatur
Abschnitt-Reparatur
Abschnitt-Reparatur
Abschnitt-Reparatur
Abschnitt-Reparatur
Komplett ersetzen
Komplett ersetzen
|
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Nein
Ja
Ja
|
44 222 5
44 263 4
44 274 4
44 276 5
44 283 4
44 312 4
44 475
44 515
44 514
44 534 5
44 644 5
44 654 5
44 683 4
|
ALLGEMEINE RICHTLINIEN ZUR
KAROSSERIEREPARATUR
Schweißverbindung
Die Schweißverbindung wird
sehr vielseitig in der Automobil-Industrie angewendet. Bei der heutigen
Bauweise, d. h. selbsttragenden Karosserie, ist das Tragwerk zur Aufnahme
von Antriebsaggregaten und Radaufhängungen mittels "Rahmen und
Trägern" mit der Karosserie zu einer Einheit verschweißt. Jeder
Rahmen, Träger und sogar das Außenblech wurden so konzipiert, dass der
größtmögliche Schutz beim Unfall geboten wird. Es ist daher von großer
Bedeutung, dass jedes Teil nach der Reparatur die gleichen Bedingungen
erfüllt wie beim neuen Fahrzeug.
An die Schweißung im
Reparaturfall insbesondere von tragenden bzw. zur Festigkeit beitragenden
Teile werden daher hohe Ansprüche gestellt, damit die erforderliche
Qualität gewährleistet wird.
Schweißverfahren
-
Gasschmelzverfahren
(Autogenschweißen)
Bei diesem Verfahren werden mit einer Stichflamme aus Acetylen und
Sauerstoff Bleche durch Einschmelzen von Schweißdraht verschweißt.
Nachteil der Autogenschweißung ist die hohe Schrumpfspannung sowie
die Verwerfung, welche wiederum einen Mehraufwand an Nacharbeit
(Richten) erforderlich macht.
-
Widerstand-Schweißung
Bei der elektrischen Widerstand-Schweißung (Stumpf-, Punkt- und
Nahtschweißung) werden Teile an der Berührungsstelle durch den
elektrischen Widerstand auf Schweißtemperatur gebracht und durch
anschließende Anpressung verschweißt. Voraussetzung ist, dass diese
Stellen für die in unterschiedlichen Ausführungen erhältlichen
"Arme" (Elektrodenarme) zugänglich sind.
-
Schutzgasschweißen
Charakteristisch für dieses Verfahren ist, dass ein automatisch
zugeführter Schweißdraht (Elektrode) auf Schmelztemperatur unter
Schutzgas verschweißt wird. Das Schweißgefüge verschmelzt vor dem
Zutritt des Sauerstoffes (Luft). Vorteile des Schutzgas-Schweißens
sind geringere Schrumpfspannung und Verwerfung. Durch die geringe
Wärmeentwicklung beim Schweißen brauchen umliegende
wärmeempfindliche Teile oftmals nicht ausgebaut zu werden. In der
Automobil-Industrie (werksseitig sowie im Reparaturfall) wird
zunehmend Schutzgas bevorzugt. Dieses Verfahren bietet die
Möglichkeit, überlappte Bleche durch Punktschweißen von einer Seite
aus zu verbinden.
Gestaltung
Von den vorhergehenden
beschriebenen Schweißverfahren wird in der Praxis (Karosserie-Rep.)
überwiegend das Punktschweiß-Verfahren angewendet.
Zur Erzielung einwandfreier
Punktschweißverbindungen sind Hinweise und Richtlinien zu beachten, die
sich im wesentlichen auf die nachstehenden Merkmale beziehen. Insofern
hängt der Erfolg einer Punkt-Schweißung von der Schweißgerechten
Gestaltung ab.
-
Grad des
"dichten" Anliegens beider (oder mehrerer) Bleche bzw.
Flansche.
-
Dicke des dünneren
(oder dünnsten) Bleches.
-
Anpressdruck der
Elektrodenarme.
Nur Schweißgeräte nach "British Standard" oder
"DIN" sind zu verwenden. Nach Möglichkeit sind stets die
kürzesten Schweißarme zu verwenden (um ausreichenden Anpressdruck zu
erzielen).
-
Die Bleche sollen nicht
mit Rost, Farbe, Fett oder Öl behaftet sein.
-
Stets handelsübliche
schweißfähige Zinkstaubfarbe vor dem Schweißen durch Streichen (mit
Pinsel) oder Spritzen auftragen.
-
Die
Schweißstromstärke.
-
Größe (Durchmesser)
und Abstand der Schweißpunkte.
Die Schweißpunktgröße soll gemäß FORD-Spezifikation S72 GG IK 251
AA mindestens 3,6 mm betragen.
Der Abstand zwischen zwei Schweißpunkten soll 30 ±5 mm betragen
(wenn möglich den werkseitigen Punktabstand einhalten). Die
Mittelpunkte der Schweißungen soll bei Kanten bzw. Flanschen auf der
Mitte der Flansche liegen.
Verfahrensweise zum Verschweißen von Blechen, insbesondere bei der
Abschnittreparatur.
-
Bei Innenblechen ist
"Stumpfschweißen" zulässig, vorausgesetzt die Blechdicke
wird nicht durch nachfolgendes Beschleifen reduziert.
-
Beim Capri '78 -
Stehblech, Teilersatz (Abschnittreparatur) ist die Stumpfschweißung
nicht zulässig, da das Abschleifen der Schweißnaht die Blechdicke
reduziert.
-
Bei
"Außenblechteilen" ist sowohl die "überlappte"
(Abb.2) als auch die "Stumpf"- (Abb.3) Schweißausführung
zulässig.

Abb.2 Überlappte
Schweißausführung
|

Abb.3 Stumpf-Schweißausführung
|
Prüfung
Die Schweißungen müssen
unter Verwendung eines Meißels (oder Schraubendrehers) einem Scherversuch
unterzogen werden, um die Mindestscherfestigkeit (abhängig von der
Blechstärke) in KN zu gewährleisten. Diese Prüfung soll an Fertigteilen
nach der Reparatur durchgeführt werden.
Die Schweißpunkte sind
einwandfrei, wenn das Blech infolge des Scherversuchs (Schältest) die
verschweißten Verbindungen nicht abreißt. Der Meißel wird an mehreren
Stellen zwischen die verschweißten Bleche geschoben und leicht hin und
her bewegt (von Hand).
Eine Schweißung ist
fehlerhaft, wenn irgendwelche Anzeichen von Durchbrand oder Porosität
festgestellt werden. Risse in der Verschweißung sind in keinem Fall
zulässig.
Werden die Bleche durch
Schältest voneinander getrennt, handelt es sich ebenfalls um fehlerhafte
Schweißpunkte.
Fehlerhafte Schweißpunkte sind auszubohren und die Bleche durch
Lochschweißung (Schutzgas) zu verschweißen.
In der Tabelle sind die Schweißpunktgrößen in der Abhängigkeit des
dünneren Bleches gemäß FORD-Spezifikation S72 GG 251 AA, enthalten.
Zur Überprüfung der Schweißqualität bzw. -Festigkeit ist die
Mindest-Scherfestigkeit in KN aufgeführt.
Dicke
des dünneren Bleches
in mm |
Min.
Schweißpunktdurchmesser
in mm |
Mindest-Scherfestigkeit
in KN |
|
0,5 - 0,79
0,8 - 0,99
1,0 - 1,24
1,25 - 1,59
1,60 - 1,99
2,0 - 2,49
|
3,6
4,0
4,5
5,0
5,6
6,3
|
2,5
3,2
4,0
5,0
6,3
8,0
|
Prüfung der
Sicherheitsgurtverankerungen
Beim Auswechseln der
"B"- und "C"-Säulen (Abb.4 und 5) sind diese nach
Verschweißung mit dem Meißel (Schältest) an mehreren Stellen gründlich
zu überprüfen, um die einwandfreie Qualität der Schweißung
sicherzustellen (Schweißbutzendurchmesser, Schweißpunktabstand und
Festigkeit gemäß FORD-Spezifikation S 72 GG IK 251 AA).
Bei den unteren
Gurtverankerungen (Bodengruppe) sind angrenzende Bleche innerhalb einer
Zone von 100 mm zu überprüfen.

Abb.4 "B"-Säule
|

Abb.5 "C"-Säule
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Lötverbindungen
Die Verbindung durch Löten
erfolgt mit Hilfe eines zum Schmelzen gebrachten metallischen
Bindegliedes, des "Lotes", dessen Schmelzpunkt niedriger liegt
als derjenige der zu verbindenden Teile.
Vor dem Löten müssen die
Verbindungsflächen sorgfältig gereinigt werden. Die Hartlötung
(Schmelzpunkt des Lotes über 500° C) ist zur Übertragung großer
Kräfte geeignet.
Das meistangewendete
Lötverfahren (im Reparaturfall) ist die sogenannte Flammenlötung. Sie
wird als Weich- oder Hart-Lötung mit einer Lötlampe oder
Sauerstoff-Acetylenflamme ausgeführt und erfordert ebenfalls Flussmittel.
Abb.6 zeigt die Lötstellen
des Capri '78. Besonders hingewiesen wird auf die Verbindung
"Kofferraumbrücke" - Rahmenfalze von Heckscheibe und
Kofferraumdeckel. Hier ist die Lötoperation nur um jeweils 5 mm über die
Rahmenfalze von Heckscheibe und Kofferraumdeckel hinaus (in Richtung
Mitte) zulässig. Ein "Durchlöten" würde eine folgende
Schleifbehandlung erfordern. Die daraus resultierende Reduzierung der
Blechstärke muss in diesem Bereich aus Festigkeitsgründen unbedingt
vermieden werden.

Abb.6
Lötverbindungen
|
Abdichtung und
Korrosionsschutz
Nach der Reparatur muss das
hohe werksseitige Qualitätsniveau wieder hergestellt werden.
Entscheidend für eine
ausreichende Langzeitwirkung ist die Anwendung von:
-
Korrosionsschutz-Grundierung
FORD-Spezifikation SKM 99 J9588 A
-
Zinkstaubfarbe
(schweißfähig)
FORD-Spezifikation SKM 6J 9569-A
-
Metallkleber
FORD-Spezifikation SM 2G 9506-A
-
Metallfugen-Dichtmittel
FORD-Spezifikation SM 4G 4650-A, Bestell-Nummer 5 000 464
-
Mehrzweckkleber
FORD-Spezifikation SM 2G 4610-A, Bestell-Nummer 5 000 462
-
Windschutz-/Heckscheiben-Dichtmittel
FORD-Spezifikation SM 4G 4631 A, Bestell-Nummer 5 000 467
-
Dichtmasse
FORD-Spezifikation SM 4G 4632-AB, Bestell-Nummer 5 000 461
FORD-Spezifikation SM 4G 4632-AA, Bestell-Nummer 5 000 460
-
Doppelseitigem Klebeband
FORD-Spezifikation SKM 3G 9503 A, Bestell-Nummer 5 000 510
-
Unterboden-Korrosionsschutzmittel
FORD-Spezifikation SKM 7C 9550 AA, Bestell-Nummer 5 000 468
-
Rostschutzmittel für
Hohlräume
FORD-Spezifikation SKM 7C 9550-A
Hohlräume, wie z. B.
Längsträger, Türschweller, sind nach der Reparatur, wenn eine
Grundierung von innen unmöglich ist, mit Rostschutzmittel zu versiegeln.

Abb.7
= Metall-Fugendichtmittel
= Unterboden-Korrosionsschutz
|
Die verschiedenen
Materialien können nur dann gut haften und für eine Langzeitwirkung
sorgen, wenn sie auf saubere und trockene Oberfläche aufgetragen werden.
In Abb.7 und 8 sind die
wichtigsten Teile und Bereiche gekennzeichnet, die nach der Reparatur mit
einem bestimmten Material behandelt werden müssen.
Zufriedenstellende
Ergebnisse hängen von der äußerst sorgfältigen Durchführung der
Dicht-, Klebe- oder Grundieroperation ab.

Abb.8
= Metall-Fugendichtmittel
= Unterboden-Korrosionsschutz
|
Ausbeularbeiten
Je nach Beschädigung ist das Ausbeulen an zugänglichen
Außenblechen, Abb.9, dem Auswechseln vorzuziehen.
Beim Ausbeulen werden evtl. Rostansatz und Undichtigkeiten an den
Ansatzstellen vermieden.
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Abb.9 Ausbeulmöglichkeit (Öffnungen) für
Seitenwand und Tür
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Richtarbeiten
Blech- und Trägerteile, die gestaucht oder abgeknickt sind,
lassen sich in vielen Fällen mit hydraulischen Druck- oder
Ziehwerkzeugen richten, Abb.10.
Durch richtiges Einsetzen der Richtwerkzeuge ist zu erreichen,
dass schwer auswechselbare Teile nicht erneuert werden müssen.
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Abb.10 Richtmöglichkeit mit hydraulischem
Druckwerkzeug
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Teileinsatz
Teileinsatz im Schadensbereich kann nur an nicht stark
beanspruchten Teilen des Fahrzeuges durchgeführt werden.
Die vom Hersteller empfohlenen Schnittstellen sollten aus
Festigkeitsgründen eingehalten werden, Abb.11.
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Abb.11 A = Empfohlene Abschnittsreparatur
(Seitenwand vorne)
B = Empfohlene Abschnittsreparatur
(Seitenwand hinten)
|
Teile komplett auswechseln
Bei Beschädigungen größeren Umfanges ist es notwendig,
Karosserieteile entsprechend dem Lieferumfang auszuwechseln (z.B.
Seitenwand), Abb.12.
Dies trifft auch zu, wenn unter dem beschädigten Teil Träger
oder Verstrebungen liegen bzw. bei doppelwandigen Teilen, wo ein
Ausbeulen nicht möglich ist.
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Abb.12 Seitenwand komplett ausgetrennt
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ALLGEMEINER ARBEITSABLAUF
BEI EINGESCHWEISSTEN TEILEN
Beschädigtes Teil austrennen
Mit Pressluft- oder Handmeißel beschädigtes Teil austrennen,
Abb.13. Dabei darauf achten, dass darunter liegende und angrenzende
Teile nicht beschädigt werden.
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Abb.13 Dachhaut mit Pressluftmeißel
austrennen
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Blechreste vom Punktflansch
entfernen
Mit Pressluftmeißel oder Kneifzange Blechreste entfernen, Abb.14 A.
Bei überlappten Blechen ist es vorteilhaft, wenn man die
Schweißpunkte an- bzw. ausbohrt, Abb.14 B. Die Hartlötstellen an
Anschlussteilen sind abzulöten und mit einer Drahtbürste im warmen
Zustand zu reinigen.
Um Verbrennungen durch Schleif- bzw. Schweißarbeiten an Polstern
und Scheiben zu vermeiden, sind diese stets gut abzudecken.
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Abb.14 A = Blechreste mit Pressluftmeißel
entfernen
B = Schweißpunkte ausbohren
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Punktflansche putzen und richten
Schweißpunkte mit einer Schleifmaschine entfernen, Abb.15, und
Punktflansche beidseitig (metallisch sauber) putzen, Abb.16 A. Die
Punktflansche sind anschließend mit Hammer und Gegenhalter
(Fäustel) auszurichten, Abb.16 B.
|
Abb.15 Schweißpunkte mit Schleifmaschine
entfernen

Abb.16 A = Punktflansche mit Rundstahlbürste
(in Verbindung mit Bohrmaschine)
putzen
B = Punktflansche richten
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Flansche (Neuteil) putzen
Die Flansche am Neuteil müssen von beiden Seiten metallisch sauber
sein, um eine gute Punktschweißung zu gewährleisten, Abb.17. Das
Putzen der Flansche kann mit einer Schleifmaschine sowie durch
Erwärmen mit einer Schweißflamme und anschließendem Putzen mit
einer Drahtbürste geschehen.
Wenn Teile vor dem Einbau auf der Rückseite lackiert werden, so
sind die Flansche vorher stets gut abzukleben.
|
Abb.17 Ansicht der geputzten Punktflansche
am Neuteil
|
Schweißfarbe auftragen
Um Rostansatz an den Verbindungsstellen zu vermeiden, sind alle
Auflageflächen von Karosse und Neuteil mit einer schweißfähigen
Zinkstaubfarbe einzustreichen, Abb.15a.
|
Abb.15a Auflagefläche von Karosse und
Neuteil mit Rostschutzfarbe
einstreichen
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Neuteil anpassen und mit
Spannzangen befestigen
Nachdem die Trennnaht am Fahrzeug mit einer Abkantzange abgekantet
wurde, Abb.16a, ist das Neuteil anzupassen und nach den Konturen der
Verbindungsteile auszurichten, Ab.16a. Das Spaltmaß der
angrenzenden Teile muss gleichmäßig und im richtigen Verhältnis
zu vergleichbaren anderen Teilen ausgerichtet werden.
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Abb.16a A = Trennnaht an Neuteil mit einer
Abkantzange abkanten
(für Überlappung)
B = Neuteil anpassen und mit Spann-
Zangen anklemmen
|
Neuteil punktschweißen,
schutzgasschweißen bzw. hartlöten
Das Neuteil ist (soweit wie möglich) einzupunkten, Abb.17a.
Hierfür gibt es verschiedenartig geformte Elektrodenarme.
Beim Punkten ist darauf zu achten, dass die Schweißpunkte gut
durchgeschweißt werden.
Um eine Verbrennung der Farbschicht zwischen den Blechen zu
vermeiden, sollte das Schweißen und Löten nur auf Stellen begrenzt
werden, wo keine andere Möglichkeit besteht, Abb.17a.
Brennbare Gegenstände außerhalb der Schweißzone bringen. Bei
Schweißarbeiten immer Feuerlöscher bereitstellen.
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Abb.17a A = Neuteil punktschweißen
B = Neuteil hartlöten
|
Schweiß- und Hartlötstellen
putzen
Mit einer geeigneten Schleifmaschine oder Schleifhexe die Schweiß-
bzw. Lötstellen (sowenig wie möglich) bearbeiten, damit die
Stabilität erhalten bleibt, Abb.18.
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Abb.18 Schweißstellen bearbeiten
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Schwemmen der Übergänge von
Verbindungsteilen
Das Reinigen der zu verschwemmenden Teile sollte mit großer
Sorgfalt durchgeführt werden. Farb- und Schmutzstellen mit einer
Schleifmaschine abschleifen und Blechunebenheiten sowie Punktnähte
mit einer Drahtbürste reinigen. Hierfür eignen sich runde
Drahtbürsten, die man in eine Bohrmaschine einspannen kann, ganz
besonders gut, Abb.19. Die metallisch saubere Fläche wird mit einer
Verzinnungspaste eingestrichen. Diese sollte nicht zu alt sein, um
eine gute Verzinnung zu erreichen. Beim Verzinnen ist der Brenner
(möglichst Bunsenbrenner verwenden) von außen nach innen zu
führen, um ein Einfallen der Schwemmfläche zu vermeiden, Abb.19.
Die Zinnpastenrückstände sind mit einem Lappen abzuputzen.
Zum Schwemmen braucht man verschiedenartig geformte Spachtelhölzer,
Bienenwachs und Zinnstangen (20%). Beim Verschwemmen ist darauf zu
achten, dass der Fluss des Zinns gut streichfähig bleibt und keine
Luftblasen entstehen, da sonst diese nach dem Lackieren meist als
Krater auftreten, Abb.20.
Schwemmen ist sehr vielseitig verwendbar, z.B. zum Ausgleichen von
Unebenheiten, Aufsetzen von Kanten und Konturen.
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Abb.19 A = Verbindungsnaht mit einer Rund-
Stahlbürste reinigen
B = Verbindungsnaht verzinnen

Abb.20 Verbindungsnaht mit geeignetem
Spachtelholz verschwemmen
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Bearbeiten von Schwemmstellen
Das Bearbeiten von Schwemmstellen kann verschiedenartig geschehen,
durch Schleifen, Hobeln und Bearbeiten mit dem Schwingschleifer,
Fräser, Schleifsteinen und Schleifrollen, die man in die
Bohrmaschine einspannen kann, Abb.21. Beim Bearbeiten ist darauf zu
achten, dass keine Ansatzstellen entstehen.
|
Abb.21 A = Schwemmstelle mit Karosserie-
Feile bearbeiten
B = Schwemmstelle mit Rundfräser
bearbeiten
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Abdichten von Ansatznähten und
Punktflansche
Vor dem Abdichten sind Nähte und Punktflansche mit Grundierfarbe
einzustreichen.
Zum Abdichten werden verschiedenartige Dichtmittel benötigt, von
dünnflüssigen bis zu festen Unterlegstreifen, Abb.22.
Wichtig ist, dass immer die richtigen Dichtmittel benutzt werden.
Verwendet werden sie verschiedenartig: aufgelegt, mit dem Pinsel
aufgetragen oder gespritzt.
Nach dem jeweiligen Abdichten muss die Karosserie im
Reparaturbereich immer auf Undichtigkeiten überprüft werden
(Wassertest).
Neuteile und Punktflansche sind von den Rückseiten her immer mit
Unterboden-Korrosionsschutzmasse zu streichen oder zu spritzen,
Abb.23.
|
Abb.22 Verbindungsnaht abdichten

Abb.23 Neuteil von der Rückseite mit
Antidröhn spritzen
|
KAROSSERIEWERKZEUGE
Die Zusammenstellung der
gezeigten Karosserie-Werkzeuge ist ein Vorschlag zur Einrichtung eines
Arbeitsplatzes für Karosserie-Reparaturen. Die gezeigten Werkzeuge sind
keine Fabrikats- oder Modellempfehlung. Wichtig ist, dass die
Reparaturen durch geeignete Werkzeuge fachgerecht ausgeführt werden.
Die Werkzeuge können je nach den betrieblichen Gegebenheiten erweitert
oder beschränkt werden.
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Verschiedenartig geformte Ausbeulhämmer |
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Blechschere, rechts |
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Blechschere, links |
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Handlochstanzzange (5 mm Ø) |
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Säge |
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Karosserie-Flachmeißel |
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Dreieck-Löffelschaber |
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Karosseriefeile, halbrund 10" für Aluminium |
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Bügel für Karosseriefeilen |
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Karosseriefeile |
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Reißnadel |
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Gripzange mit Maulbacken |
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Gripzange mit gebogenen Backen |
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Doppelgripzange mit geraden und 90° gebogenen
Gabelbacken |
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Abkantzange |
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Kneifzange |
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Stahlbürste |
|
Rundstahlbürste (in Verbindung mit Bohrmaschine) |
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Verschiedenartig geformte Ausbeulfäuste |
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Verschiedenartig geformte Ausbeuleisen |
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Holzhammer |
|
Druckluftsäge |
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Schleifmaschine |
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Bohrmaschine |
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Druckluftmeißel mit 8 Einsätzen |
|
Richtgerät, hydraulisch |
|
Richtgerät, hydraulisch |
|
Punktschweißzange |
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Verschiedenartig geformte Elektrodenarme mit
Elektroden |
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Schneidbrenner |
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Bunsenbrenner und Schweißgerät mit
6 Brenner-Einsätzen |
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Schutzgasschweißgerät |
Spezialwerkzeug
Englische
Ausführung |
Europäische
Ausführung |
Deutsche
Ausführung |
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Werkzeug-Bezeichnung |
41-002 |
Aus- und
Einbaudorn, Türscharnierbolzen
|
ARBEITSSICHERHEIT
Aus Sicherheitsgründen sind
zusätzlich folgende Schutzgeräte und Schutzkleidung unbedingt
erforderlich:
-
Schutz- und
Schweißbrille
-
Handschuhe (aus
Chromspaltleder)
-
Sicherheitsschuhe
-
Gehörschutz
(erforderlich bei Arbeiten mit Presslufthammer)
-
Atemschutz
(erforderlich bei Blechschleifarbeiten)

Abb.24 Montage und
Schweißvorrichtung
|
ARBEITSPOSITIONEN
|
44 174
Dach auswechseln
(ohne Nebenarbeiten) |
|
KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
Dachhaut entlang der Trennlinie,
Abb.25, wie folgt austrennen:
- Lötstellen an den Dachecken
der A- und C-Säulen ablöten, Abb.26.
- Dachhaut-Verbindung an
Frontfenster, Rückwandtür, Regenrinnen sowie A- und
C-Säulen trennen, Abb.27. Es ist darauf zu achten, dass nur
die Außenhaut durchgetrennt wird und nicht der darunter
liegende Dachbügel bzw. die Verstärkungen.
|
Abb.25 Dachtrennlinie

Abb.26 Lötstellen ablöten

Abb.27 Dachhaut entlang der Fensteröffnung
trennen
|
- Dachhaut entfernen, Abb.28.
- Blechreste von Punktflanschen,
Regenrinne, Frontfenster und Rückwandtüröffnung entfernen,
Abb.29.
Einbauen
- Um die Veränderung der
Fensteröffnung zu vermeiden und eine gute Auflagefläche zu
bekommen, Rollnaht Regenrinne anschleifen, Abb.30.
|
Abb.28 A = Dachhaut entlang der Regenrinne
trennen
B = Dachhaut entlang der Rückwand-
Türöffnung trennen

Abb.29 Blechreste entfernen

Abb.30 Rollnaht Regenrinne anschleifen
|
- Auflageflächen (Punktflansche)
für das Neuteil von beiden Seiten putzen und richten, Abb.31.
- Am Dachneuteil beidseitig
Grundierfarbe an den Auflageflächen der Punktflansche entfernen
(putzen). Auflageflächen von Karosse und Dach mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Alten Klebstoff von der
Dachstrebe entfernen und frischen Metallkleber auf die Strebe
auftragen.
- Dach aufsetzen, anpassen und mit
Spannzangen befestigen, Abb.32. Darauf achten, dass die
Punktflansche an den C-Säulen, der Rückwandtür und
Frontfensteröffnung bündig mit dem Neuteil sind und dass beim
Befestigen der Spannzangen von den Ecken des Frontfensters
ausgegangen wird.
Achtung: Um eine gute Passung der Windschutzscheibe zu
gewährleisten, Fensteröffnung durch Einlegen der
Windschutzscheibe vor der Schweißung überprüfen,
Abb.33.
|
Abb.31 Punktflansche putzen

Abb.32 Dachhaut mit Spannzangen befestigen

Abb.33 Dachhaut mit Hilfe der Windschutz-
Scheibe anpassen
|
- Dachhaut-Verbindung an
Frontfenster- und Rückwandtüröffnung sowie im
C-Säulenbereich punktschweißen, Abb.34.
- Dachhaut im Bereich der
Regenrinne punktschweißen, Abb.35.
- Dachhautecken an A- und
C-Säulen hartlöten, Abb.36.
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Abb.34 Dachhaut punktschweißen
A = Punktschweißen im Bereich der
C-Säule
B = Punktschweißen im Bereich
Fensteröffnung

Abb.35 Dachhaut seitlich (Regenrinne)
punktschweißen

Abb.36 Dachhautecken hartlöten
A = Hartlöten an der A-Säule
B = Hartlöten an der C-Säule
|
- Schweiß- und Lötstellen
verputzen und schleifen, Abb.37.
- Schwemmstellen der C-Säulen
putzen, da diese Stellen von Schmutz und Farbrückständen frei
sein müssen. Eine gute Haftung des Lotes hängt davon ab.
- C-Säulen verschwemmen, Abb.38.
- Schwemmstellen fein bearbeiten.
Sämtliche Übergangsstellen beseitigen, Abb.39. Dazu geeigneten
Füllspachtel verwenden.
|
Abb.37 Lötstellen bearbeiten (schleifen)

Abb.38 Verbindungsnähte verschwemmen

Abb.39 Ansicht einer bearbeiteten Schwemm-
Stelle
|
- Dach abdichten.
Punktflansch - Regenrinne mit Grundierfarbe einstreichen und mit
geeignetem Metall-Fugendichtmittel gut abdichten, Abb.40.
|
Abb.40 Dach abdichten
|
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44 214
Motorhaube auswechseln |
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KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
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Ausbauen
- Schließdorn und
Sicherheitshaken (2 Schrauben) abbauen.
- Motorhaubenabdichtung vorn
abbauen (4 Popnieten).
- Motorhaube abbauen (4
Schrauben), Abb.41. Windlauf und Kotflügel mit Hilfe einer
Unterlage vor Lackschäden schützen.
- Stütze der Motorhaube
austauschen. Gummitülle mit Hilfe eines Schraubendrehers
auswechseln.
Einbauen
- Motorhaube anbauen, dabei
Schrauben nur leicht anziehen.
Motorhaube so ausrichten, dass das Spaltmaß zu den
angrenzenden Teilen gleichmäßig und die Höhe zum Windlauf
und Kotflügeln bündig ist. Schrauben in dieser
Haubenstellung festziehen und Schutzunterlage entfernen.
- Sicherungshaken anbauen, ihn
so ausrichten, dass er gut im Schließblech einrastet.
- Schließdorn anbauen und
einstellen, Abb.42. Schließdorn so einstellen, dass dieser in
die Schenkelfeder des Haubenschlosses voll einrastet und die
Haube zu den Kotflügeln bündig ist, Abb.42.
|

Abb.41 Befestigung Motorhaube

Abb.42 A = Haubenschließdorn einstellen
B = Auf Kontur sowie auf Abstand
Motorhaube ausrichten
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- Um Bündigkeit zu erreichen,
Gummipuffer der Haubenauflage in ihrer Höhe entsprechend
verstellen, Abb.43.
- Zierleiste der Motorhaube von
der alten an die neue Haube bauen.
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Abb.43 Gummipuffer Haubenauflage
einstellen
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44 222 4
Kühlergitterblech mit
Schürze auswechseln (Kotflügel abgebaut) |
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KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
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Ausbauen
- Grillschürze abbauen, Kabel
und Leitungen aus dem Reparaturbereich sowie Clipse (Grill)
entfernen.
- Kühlergitterblech mit
Schürze an den Verbindungen der Lampenöffnung, Stehblech,
Querträger und Verstärkung abtrennen, Abb.44 und 45.
|
Abb.44
Trennlinie für Kühlergitterblech
mit Schürze

Abb.45 Kühlergitterblech mit beiden äußeren
Enden der Schürze ausgetrennt
|
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.46.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Punktflansche am Neuteil putzen und Auflageflächen
an der Karosse und dem Neuteil mit schweißfähiger
Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Kühlergitterblech mit
Schürze einpassen und mit Spannzangen befestigen, Abb.47.
- Kühlergitterblech mit
Schürze, Querträgerverstärkung, Stehbleche und Lampenkasten
punkten und schweißen, Abb.48.
- Abzudichtende Reparaturstellen
mit Metall-Fugendichtmittel gut abdichten und
Unterboden-Korrosionsschutzmasse an die entsprechenden Stellen
spritzen.
- Clipse (Grill), Leitungen und
Kabel sowie Grillschürze anbauen.
|
Abb.46 Blechreste entfernen

Abb.47 Kühlergitterblech/Schürze mit
Spannzangen befestigen

Abb.48 Kühlergitterblech mit Schürze
eingepunktet
|
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44 222 5
Kühlergitterblech mit
Schürze - Teilersatz |
|
KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
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Zerlegen
- Stoßfänger mit Halter und
Grill-Schürze abbauen, Abb.49.
- Entsprechend der Beschädigung
Kühlergitterblech mit Schürze austrennen, Abb.49 bis 51.
Beschädigtes Teil so austrennen, dass anschließend der
Ausschnitt gut abgekantet werden kann.
|

Abb.49 Trennlinie für Teilersatz Kühler-
Gitterblech mit Schürze

Abb.50 Kühlergitterblech mit Schürze der
Trennlinie entsprechend trennen

Abb.51
Kühlergitterblech mit Schürze aus-
trennen
|
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.52.
- Punktflansche putzen und
richten. Mit einer Abkantzange die Schnittfläche
Kühlergitterblech und Schürze, abkanten, Abb.53.
Einbauen
- Kühlergitterblech und
Schürze (Neuteil) entsprechend der Austrennung ausmessen und
anreißen, Abb.54.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
|
Abb.52 Blechreste entfernen.

Abb.53 Schnittfläche abkanten

Abb.54 Neuteil ausmessen und anreißen
|
- Teilersatz vom
Kühlergitterblech und Schürze (Neuteil) abtrennen.
- Teilersatz anpassen, eventuell
Teil noch beschneiden.
- Punktflansche mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Teileinsatz -
Kühlergitterblech/Schürze anpassen und mit Spannzangen
befestigen, Abb.55.
- Kühlergitterblech mit
Schürze (Teileinsatz) anpunkten und schweißen, Abb.56.
- Verbindungsnaht,
Kühlergitterblech und Schürze schleifen und putzen.
- Verbindungsnaht verzinnen und
schwemmen, Abb.57.
|
Abb.55 Neuteil anpassen und mit Spann-
Zangen befestigen

Abb.56 Schnittstelle schutzgasschweißen

Abb.57 Verbindungsnaht verschwemmen
|
- Schwemmstellen bearbeiten,
Abb.58 und 59.
- Verbindungsnaht zwischen
Kotflügel und Kühlergitterblech/Schürze mit
Metall-Fugendichtmittel gut abdichten. Anschließend
Unterboden-Korrosionsschutzmasse von der Rückseite her an die
Reparaturstellen spritzen.
- Grill-Schürze und
Stoßfänger mit Haltern anbauen.
|
Abb.58 Schwemmstelle bearbeiten

Abb.59 Ansicht der bearbeiteten Naht
|
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44 253
Vorderkotflügel
auswechseln |
|
KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Kühlergrill, Stoßfänger mit
Blinkleuchte und Scheinwerfer ausbauen.
- Auflagegummis (Motorhaube)
abbauen.
- Kotflügel an der Schürze und
am Abstandshalter (Radkasten) abschrauben.
- Kotflügel am Stehblech,
Lampenbefestigungsblech an der A-Säule und am Türschweller
abtrennen, Abb.60.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.61.
Einbauen
- Punktflansche reinigen, putzen
und richten, Abb.62. Verbindungsstellen und Auflageflächen
mit schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen sowie
Punktflansche des Neuteils putzen.
- Kotflügel (Neuteil) anpassen
und mit Spannzangen befestigen, Abb.63.
Beachte: Kotflügel erst an der Windlaufecke, dann an
der Tür und abschließend in Richtung Motorhaube anpassen,
Abb.63.
|
Abb.60 Abtrennen des Kotflügels
A = Trennen am Stehblech
B = Trennen an der A-Säule

Abb.61
Blechreste entfernen

Abb.62 Reinigen der Auflageflächen

Abb.63 A = Kotflügel mit Spannzangen
befestigen
B = Ansicht Kotflügel - Windlaufecke
|
- Kotflügel an der Schürze und
am Abstandshalter (Kotflügel/Radkasten) anschrauben.
- Kotflügel am Stehblech, am
Lampenbefestigungsblech und Türschweller punkten und
schweißen, Abb.64. Zur Befestigung an der Ecke
Kühlergitterblech hartlöten, Abb.65.
- Tür ausbauen.
- Kotflügel an der A-Säule und
den Türschwellerstoßpunkten löten oder schweißen, Abb.66.
- Schweißstellen putzen, mit
Metall-Fugendichtmittel abdichten und lackieren. Kotflügel
und Reparaturstellen von hinten her mit
Unterboden-Korrosionsschutzmasse spritzen.
- Tür einbauen.
- Scheinwerfer einbauen und
einstellen sowie Auflagegummis (Motorhaube) und Kühlergrill
anbauen.
- Stoßfänger mit Blinkleuchte
anbauen.
|
Abb.64 Kotflügel punktschweißen

Abb.65 Löten der Eckverbindungen

Abb.66 Schweißen an der A-Säule
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44 274 4
Querträger vorn
auswechseln |
|
KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Halter des Stabilisators
abbauen (8 Schrauben).
- Querträger austrennen, d. h.
von den Längsträgern (Stehbleche) und den
Kühlerhalteblechen abtrennen, Abb.67.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.68.
- Punktflansche des Querträgers
(Neuteil) putzen und Verbindungsstellen mit schweißfähiger
Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Querträger einpassen und mit
Spannzangen befestigen.
Falls erforderlich, Längsträger mit hydraulischem
Richtgerät etwas auseinander drücken.
- Querträger anpunkten und
schweißen, Abb.69.
- Querträger - Abdeckblech
anpassen und mit Spannzangen befestigen. Abdeckblech anpunkten
und schweißen.
- Schweißstellen mit
Korrosionsschutz-Grundierung bestreichen und
Stabilisatorhalter anbauen.
|
Abb.67 Ansicht des auszuwechselnden
Querträgers

Abb.68 Ansicht nach Austrennung des
Querträgers

Abb.69 Querträger einpunkten
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44 276 4
Stehblech auswechseln |
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KEIN
SPEZIALWERKZEUG ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Einstiegleiste, Seitenpappe
vorn Handschuhkasten oder die untere Sicherheitsabdeckung
abbauen.
- Fußmatte (Teppich) entfernen
und Antidröhnmatte ausbauen.
- Halter für Stabilisator
ausbauen und Behälter der Scheibenwaschanlage entfernen,
sofern vorhanden, Abb.70.
- Schweißpunkte der Verbindung
Spritzwand Stehblech von Fahrgastraum her ausbohren, Abb.70
und 71.
- Stehblech austrennen, Abb.72.
Trennung dabei am Stehblech, Spritzwand, Querträger und
Längsträger vornehmen.
|
Abb.70 Ansicht des auszuwechselnden
Stehbleches

Abb.71 Ansicht der Bohrstellen

Abb.72 Stehblech abtrennen
|
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.73.
Einbauen
- An Karosse und Neuteil,
Punktflansche putzen.
- Punktflansche richten und
Auflageflächen mit schweißfähiger Zinkstaubfarbe
einstreichen.
- Stehblech (Neuteil) einpassen
und mit Spannzangen und Schraubzwingen befestigen, Abb.74.
Beachte: Einsetzen der Distanzbüchsen (Längsträger) nicht
vergessen.
- Stehblech an Seitenblech,
Spritzwand oben und Längsträger anpunkten, Abb.75.
|
Abb.73 Ansicht bei ausgetrenntem Stehblech

Abb.74 Stehblech mit Spannwerkzeugen
befestigen

Abb.75 Stehblech anpunkten
|
- Stehblech einschweißen. An
der Spritzwand vom Fahrgastraum aus schweißen, Abb.76.
- Punktflansche des
Scheinwerfertopfes zum Stehblech lochen.
- Scheinwerfertopf anpassen und
mit Spannzangen befestigen.
- Scheinwerfertopf anpunkten und
schweißen, Abb.77.
- Scheinwerfertopf von innen
abdichten sowie Stehblech abdichten und dies vom Radkasten her
mit Unterboden-Korrosionsschutzmasse spritzen.
- Behälter der
Scheibenwaschanlage und Halter für Stabilisator anbauen.
- Antidröhnmatte einbauen und
Teppichboden verlegen.
- Handschuhkasten oder
Sicherheitsabdeckung unten, Seitenpappe vorn und
Einstiegleiste anbauen.
|
Abb.76 Einschweißen des Stehblechs vom
Fahrgastraum aus

Abb.77 Anpunkten des Scheinwerfertopfes
|
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44 276 5
Stehblech - Teilersatz |
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KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
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Ausbauen
- Halter für Stabilisator und
Behälter für Waschanlage abbauen, Abb.78.
- Beschädigtes Stehblech
austrennen, Abb.79. Die Schnittkante muss dabei vor der
Federbeinaufnahme liegen.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.80.
- Unterboden-Korrosionsschutzmasse
im Bereich der Schnittkante entfernen.
- Neuteil-Stehblech ausmessen
und anreißen, Abb.81. Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm
Materialzugabe für die Überlappung berücksichtigen.
|
Abb.78 Ansicht des beschädigten Teils
(Stabilisatorhalter eingebaut)

Abb.79 Stehblech - Teilersatz austrennen

Abb.80 Maß "A" für Neuteil ermitteln

Abb.81 Ermitteltes Maß "A" auf das Neuteil
übertragen
|
- Angerissenes Teil abtrennen
und entgraten sowie die Punktflansche putzen, einschließlich
dem Scheinwerfertopf.
- Schnittkante des Neuteils mit
einer Abkantzange abkanten, Abb.82.
- Punktflansche mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Teilersatz-Stehblech einpassen
und mit Spannzangen und Schraubzwingen befestigen, Abb.83.
Beachte: Einsetzen der Distanzbüchsen in den
Längsträger nicht vergessen.
- Teileinsatz einpunkten. An den
Ecken und unzugänglichen Stellen schweißen, Abb.84.
|
Abb.82 Abkanten des Teilersatzes - Neuteil

Abb.83 Teilersatz mit Spannwerkzeugen
befestigen

Abb.84 Teilersatz einschweißen
|
- Schweißstellen und
Verbindungsnaht putzen, Abb.85.
- Verbindungsnaht verschwemmen,
Abb.86.
- Schwemmstelle so bearbeiten,
dass so wenig wie möglich Stabilität verloren geht, Abb.87.
- Punktflansche des
Scheinwerfers zum Stehblech lochen.
- Scheinwerfertopf anpassen und
mit Spannzangen befestigen.
- Scheinwerfertopf anpunkten und
schweißen.
- Scheinwerfertopf von innen
abdichten und Teilersatz vom Radkasten her mit
Unterboden-Korrosionsschutzmasse spritzen.
- Behälter der Waschanlage und
Halter für Stabilisator anbauen.
|
Abb.85 Putzen der Verbindungsnaht

Abb.86 Verbindungsnaht verschwemmen

Abb.87 Ansicht der bearbeiteten
Verbindungsnaht
|
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44 283 4
Längsträger mit
Stehblech komplett auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Einstiegleiste, Seitenpappe
vorn und Handschuhkasten oder die untere Sicherheitsabdeckung
abbauen.
- Fußmatte (Teppich) entfernen
und Antidröhnmatte ausbauen.
- Behälter der
Scheibenwaschanlage ausbauen, sofern vorhanden.
- Längsträger mit Stehblech
ausbohren und trennen, Abb.88.
- Schweißpunkte Stehblech vom
Fahrgastraum her ausbohren, Abb.89.
- Schweißpunkte Längsträger
im Überlappungsbereich vom Motorraum her ausbohren, Abb.90.
|

Abb.88 Ansicht des auszuwechselnden
Längsträgers mit Stehblech

Abb.89 Schweißpunkte vom Fahrgastraum
her ausbohren

Abb.90 Schweißpunkte Längsträger an der
Überlappung ausbohren
|
- Längsträger mit Stehblech am
Seitenblech der Spritzwand und an der Verbindung der
Bodengruppe austrennen, Abb.91.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.92.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.93.
|
Abb.91 A = Stehblech mit Längsträger
abtrennen
B = Schweißpunkte am Seitenblech
ausbohren

Abb.92 Blechreste entfernen

Abb.93 Ansicht nach Abtrennung des
Längsträgers mit Stehblech
|
- Vom Neuteil die Grundierfarbe
an den Auflageflächen entfernen, ebenso an den Flächen für
den Scheinwerfertopf.
- Auflageflächen mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Schweißlehre an die
Karosserie anbauen, Abb.94. Dabei Anbauanleitung des
Herstellers beachten.
- Längsträger mit Stehblech
spannungsfrei an die Schweißlehre befestigen, Abb.95.
- Längsträger mit Stehblech am
Seitenblech der Spritzwand und an der Spritzwand oben
anpunkten, Abb.96.
|
Abb.94 Schweißlehre an die Karosse
montieren

Abb.95 Längsträger mit Stehblech an
Schweißlehre anbauen

Abb.96 Stehblech am Seitenblech und an
der Spritzwand anpunkten
|
- Längsträger mit Stehblech
einschweißen. An der Spritzwand vom Fahrgastraum und am
Längsträger vom Motorraum aus, Abb.97 und 98.
- Scheinwerfertopf Punktflansche
zum Stehblech lochen.
- Scheinwerfertopf anpassen und
mit Spannzangen befestigen.
- Scheinwerfertopf anpunkten und
schweißen.
- Schweißstellen verputzen und
Scheinwerfertopf von innen abdichten.
- Längsträger mit Stehblech
abdichten und mit Unterboden-Korrosionsschutzmasse vom Radhaus
her, spritzen.
- Behälter der
Scheibenwaschanlage einbauen, Antidröhnmatte einlegen und
Teppichboden verlegen.
- Handschuhkasten oder
Sicherheitsabdeckung, Seitenpappe vorn und Einstiegleiste
anbauen.
|
Abb.97 Längsträger mit Stehblech vom
Fahrgastraum her schweißen

Abb.98 Längsträgerverbindungen schweißen
|
|
44 312 4
Windlauf Oberteil -
Teilersatz (Frontscheibe, Kotflügel und Haube ausgebaut) |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Beschädigtes
Windlauf-Oberteil entsprechend der Beschädigung an den
Verbindungen Windlauf-Unterteil, Fensteröffnung und A-Säule
austrennen, Abb.99.
- Blechreste von den
Punktflanschen entfernen, Abb.100, und Lötstelle an der
A-Säule ablöten.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Schnittkante Windlauf mit
einer Abkantzange abkanten, Abb.101.
- Windlauf Neuteil, je nach
Notwendigkeit der Reparaturstelle ausmessen und anreißen,
Abb.102.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
|
Abb.99 A = Ansicht des beschädigten
Windlaufteiles
B = Windlauf-Oberteil abtrennen

Abb.100 Blechreste entfernen

Abb.101 Schnittkante Windlauf abkanten

Abb.102 A = Maß "A" für Neuteil ermitteln
B = Ermitteltes Maß "A" auf das
Neuteil übertragen
|
- Windlauf Teilersatz entsprechend
abtrennen, Abb.103. Teilersatz anpassen und eventuell etwas
nachschneiden.
- Punktflansche Neuteil putzen und
Flansch Fensteröffnung lochen.
- Auflageflächen mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Windlauf Neuteil einpassen und
mit Spannzangen befestigen, Abb.104.
- Windlauf Neuteil anpunkten und
einschweißen.
Dabei Teilersatz mit dem Unterteil punkten und Flansch
Fensteröffnung lochschweißen.
- Verbindung, Teilersatz mit der
A-Säule, löten, Abb.105.
|
Abb.103 Windlauf Teilersatz abgetrennt.
An der Verbindungskante -
Fensterkante gelocht

Abb.104 Windlauf Neuteil mit Spann-
Werkzeugen befestigen

Abb.105 An der A-Säule löten
|
- Schweiß- und Lötstellen
verputzen, Abb.106.
- Verbindungsnaht Windlauf und
A-Säule verschwemmen, Abb.107.
- Schwemmstellen bearbeiten,
Abb.108.
|
Abb.106 A = putzen der Verbindungsnaht
B = Putzen der Lötstelle A-Säule

Abb.107 Verbindungsnaht verschwemmen

Abb.108 Ansicht der bearbeiteten Reparatur-
stellen
|
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44 413
Tür auswechseln |
|
ERFORDERLICHES
SPEZIALWERKZEUG:
Aus- und
Einbaudorn, Türscharnierbolzen . |
41-002 |
|
|
Ausbauen
- Türverkleidung ausbauen. Dazu
Armlehne, Fensterkurbel, Zierblende und Türverriegelungsknopf
abbauen. Mit Hilfe eines Schraubenziehers angeclipste
Verkleidung abdrücken und herausnehmen.
- Türdichtfolie abziehen und
Dichtleiste mit Zierleiste (Türschacht) durch Aufdrücken der
Halteclipse entfernen.
- Kurbelapparat ausbauen (6
Schrauben) und Türscheibe vorsichtig herausnehmen.
- Türfensterrahmen ausbauen (5
Schrauben). Dazu Abdichtgummis von der Tür lösen und
Fensterrahmen beim Herausnehmen verkanten.
- Türfeststeller ausbauen (1
Bolzen, 2 Schrauben).
- Türschloss abbauen (3
Schrauben), Gestänge Fernbetätigung am Türschloss aushängen
und Türschloss sowie Fernbetätigung einzeln herausnehmen.
Anschließend Türgriff abbauen (2 Schrauben, 2 Clipse).
- Tür ausbauen. Dazu mit
Spezialwerkzeug 41-002 zwei Federhülsen der Türscharniere
heraustreiben, Abb.109.
Einbauen
- Von der neuen Tür die beiden
Scharnierhälften (Sitz an A-Säule) abbauen und Tür durch
Eintreiben der beiden Federhülsen einsetzen, Abb.110.
- Tür einpassen. Dabei auf das
Spaltmaß zur Seitenwand und zum Kotflügel achten. Ebenso die
Konturen berücksichtigen, Abb.111.
- Tür komplettieren. Dichtgummi
der Tür unten, Clipse für Armlehne und Zierleiste Dichtleiste
(Türschacht) anbringen. Außenspiegel von der alten an die neue
Tür montieren.
- Türgriff, Türschloss mit
Fernbetätigung, Fensterrahmen, Türscheibe und Kurbelapparat
einbauen.
- Kurbelapparat einstellen. Dazu
Scheibe nach oben drehen, nach hinten und oben ziehen und alle
Schrauben festziehen.
- Türrahmendichtgummis an die
Tür kleben, Zier- und Dichtleiste (Türschacht) anbauen, neue
Folie an die Tür mit doppelseitigem Klebeband anbringen sowie
Türverkleidung anbauen.
|
Abb.109 Scharnierhülsen mit Werkzeug
41-002 heraustreiben

Abb.110 Scharnierhülsen eintreiben

Abb.111 Ansicht bei einwandfreiem Konturen
|
|
44 475
Türschweller Teilersatz |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Einstiegleiste abbauen sowie
Türdichtgummi und Teppichboden im Türschwellerbereich
entfernen.
- Fahrzeug seitlich aufbocken.
Beschädigtes Türschwellerteil ausmessen und anreißen,
Abb.112.
- Teilersatz Türschweller
entsprechend der Beschädigung möglichst entfernt vom Radius
der A- und B-Säule einsägen und austrennen, Abb.113.
- Blechreste von den
Punktflanschen entfernen, Abb.114.
|
Abb.112 Ansicht des auszutrennenden
Teilersatzes

Abb.113 A = Türschweller einsägen
B = Türschweller austrennen

Abb.114 Blechreste entfernen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.115.
- Türschweller Schnittkanten mit
einer Abkantzange abkanten, Abb.116.
- Türschweller Neuteil ausmessen
und anreißen, Abb.117.
Bei der Maßermittlung 20 bis 24 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
- Türschweller Neuteil
ausschneiden und anpassen.
- Vom Türschweller Teilersatz
beidseitig Grundfarbe an den Auflageflächen der Punktflansche
entfernen (putzen).
|
Abb.115 Punktflansche putzen

Abb.116 Schnittkanten abkanten

Abb.117 A = Maß "A" für Neuteil ermitteln
B = Ermitteltes Maß "A" auf das
Neuteil übertragen
|
- Auflageflächen der
Punktflansche mit schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Türschweller Teilersatz
einpassen und mit Spannzangen befestigen, Abb.118.
- Türschweller Teilersatz
anpunkten und einschweißen, Abb.119.
- Verbindungsnaht Türschweller
putzen, verzinnen und verschwemmen, Abb.120.
|
Abb.118 Teilersatz mit Spannzangen
befestigen

Abb.119 A = Teilersatz anpunkten
B = Verbindungsnähte schweißen

Abb.120 Verbindungsnähte verschwemmen
|
- Schwemmstellen Türschweller
bearbeiten, Abb.121 und 122.
- Fahrzeug abbocken, Teppichboden
und Türgummi verlegen sowie Einstiegleiste anbauen.
|
Abb.121 Schwemmstellen bearbeiten

Abb.122 Ansicht der bearbeiteten
Schwemmstellen
|
|
44 511
Seitenwand auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Batterie und Lichtmaschine
abklemmen.
- Hutablage mit Auflage,
Zwischenboden und Sitzkissen mit Rückenlehne ausbauen.
- Blende des Seitenfensters innen
und außen sowie Sicherheitsgurt abbauen.
- Einstiegleiste Dichtgummi der
Tür und Seitenverkleidung abbauen.
- Verkleidung der
Radhausseitenwand ausbauen. Kabelstrang aus dem Reparaturbereich
entfernen.
- Seitenfenster mit Hilfe eines
dünnen Stahldrahtes ausschneiden und ausbauen.
- Stoßfänger und Rückleuchte
hinten abbauen.
- Anschlagkeile der Rückwandtür
abbauen und Dichtgummi lösen.
- Sitze und Scheiben gut abdecken,
um Beschädigung durch Funken zu vermeiden. Schließkeil der
Tür abbauen.
- Fahrzeug aufbocken und Rad
abbauen.
- Seitenwand, wie die Trennlinien
zeigen, austrennen, Abb.123.
|
Abb.123 Ansicht der auszutrennenden
Seitenwand
|
- Seitenwand an der C-Säule
entschwemmen, Abb.124.
- Seitenwand an der B- und
C-Säule einschneiden, Abb.125.
- Seitenwand am Seitenfenster
trennen, Abb.126.
|
Abb.124 An der C-Säule entschwemmen

Abb.125 B-Säule einschneiden sowie mögliche
Trennstellen an der C-Säule

Abb.126 Trennen am Seitenfenster
|
- Seitenwand an B-Säule,
Türschweller und Bodenverlängerung trennen, Abb.127.
- Seitenwand an Radhaus, Rückwand
und Rückwandtür trennen, Abb.128.
- Seitenwand entfernen, Abb.129.
|
Abb.127 Trennen am Türschweller

Abb.128 Trennen am Radhaus

Abb.129 Ansicht bei entfernter Seitenwand
|
- Schweißpunkte an Rückwand und
Regenrinne ausbohren, Abb.130.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.131.
- Lackreste und Lötstellen
abbrennen, Abb.132.
|
Abb.130 A = Schweißpunkte an der
Rückwand ausbohren
B = Schweißpunkte an der
Regenrinne ausbohren

Abb.131 Blechreste entfernen

Abb.132 Lackreste (Rückseite) abbrennen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.133.
- Schnittkante der C-Säule mit
einer Abkantzange abkanten, sowie Maß "A" an der
B-Säule ermitteln, Abb.134.
- Seitenwand (Neuteil) an den
Schnittkanten der B- und C-Säule ausmessen und anreißen,
Abb.135.
- Seitenwand (Neuteil) aus- bzw.
beschneiden und anpassen.
- Von Seitenwand beidseitig
Grundierfarbe an den Auflageflächen der Punktflansche entfernen
(putzen).
|
Abb.133 A/B = Punktflansche putzen

Abb.134 Maß "A" an der B-Säule ermitteln

Abb.135 Seitenwand (Neuteil) ausmessen
und anreißen
|
- Seitenwand vorn, vor dem
Radhausausschnitt und an der Kante zur Rückwandtür lochen,
Abb.136.
- Auflageflächen der
Punktflansche mit schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Seitenwand anpassen und mit
Spannzangen befestigen, Abb.137.
- Auf Spaltmaß von Tür und
Rückwandtür sowie auf Konturen achten, Abb.138.
|
Abb.136 Ansicht der Seitenwand mit
gelochter Kante Rückwandtür

Abb.137 Seitenwand mit Spannzangen
befestigen

Abb.138 A/B = Ansicht bei einwandfreiem
Spaltmaß und Kontureinhaltung
an Tür und Rückwandtür
|
- Seitenwand an der B-Säule und
der Fensteröffnung punkten, Abb.139.
- Ebenso punkten im
Radhausbereich, der Bodenverlängerung und an der Rückwand,
Abb.140.
- Seitenwand an B- und C-Säule
schweißen, Abb.141.
Am Türschweller und der Rückwandtüröffnung, Seitenwand
lochschweißen, Abb.141.
|
Abb.139 Seitenwand an B-Säule anpunkten

Abb.140 Anpunkten im Radhausbereich

Abb.141 A = Schweißen an der C-Säule
B = Lochschweißen am Flansch
Rückwandtüröffnung
|
- Seitenwand an der B-Säule oben
und Radhausecke unten sowie an der Rückwand löten, Abb.142.
- Schweiß- und Lötstellen
putzen.
- Verbindungsnaht C-Säule
verschwemmen, Abb.143.
- Schwemmstelle bearbeiten,
Abb.144.
- Seitenwand abdichten und
Unterbodenschutz an die betroffenen Stellen spritzen.
- Rad anbauen und Fahrzeug
abbocken.
- Anschlagkeile der Tür anbauen
und einstellen.
- Schließkeil der Tür anbauen
und einstellen.
- Stoßfänger und Rückleuchte
anbauen.
- Kabelstrang wieder
vorschriftsmäßig verlegen und anklemmen.
- Dichtgummi der Rückwandtür
anbringen, und Abdeckungen von den Sitzen und Scheiben
entfernen.
- Seitenfenster einkleben.
- Verkleidung der
Radhausseitenwand, Blende des Seitenfensters außen und die
Seitenverkleidung anbauen.
- Blende des Seitenfensters
(innen) und Türdichtgummi anbauen.
- Einstiegleiste anbauen.
- Rücklehne mit Sitzkissen,
Zwischenboden, Auflage der Hutablage und Hutablage einbauen.
- Batterie und Lichtmaschine
anklemmen.
|
Abb.142 Löten an der B-Säule

Abb.143 Verbindungsnaht an der C-Säule
verschwemmen

Abb.144 Ansicht nach Bearbeitung der
Schwemmstelle
|
|
44 514
Seitenwand Teilersatz
(hinten) |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Batterie und Lichtmaschine
abklemmen.
- Hutablage mit Auflage,
Zwischenboden und Sitzkissen mit Rückenlehne ausbauen.
- Blende des Seitenfensters innen,
Seitenverkleidung vorn und hinten, Dichtgummi der Rückwandtür
teilweise und Anschlagkeil der Rückwandtür abbauen.
- Sitze und Scheiben gut abdecken,
um Beschädigung durch Funken zu vermeiden.
- Rückleuchte abbauen,
Kabelstrang aus dem Reparaturbereich entfernen und Stoßfänger
hinten abbauen.
- Fahrzeug aufbocken und Rad
abbauen.
- Seitenwand Teilersatz, wie
angezeichnet, trennen, Abb.145.
- Seitenwand Teilersatz an
Rückwandtüröffnung, Rückwandblech, Bodenverlängerung und
Radhaus abtrennen, Abb.146.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.147.
|
Abb.145 Ansicht des auszuwechselnden
Teilersatzes Seitenwand

Abb.146 A = Trennen an der Anrisslinie
B = Abtrennen des Teilersatzes

Abb.147 Blechreste entfernen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und richten
sowie Schnittkante entgraten.
- Seitenwand Teilersatz (Neuteil)
ausmessen und anreißen, Abb.148.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
- Teilersatz ausschneiden, an der
Kante zur Rückwandtür lochen und Schnittkante mit einer
Abkantzange abkanten, Abb.149.
- Teilersatz Punktflansche
(Neuteil) putzen, beidseitig Grundierfarbe an den
Auflageflächen der Punktflansche entfernen.
- Auflageflächen mit
schweißfähiger Rostschutzfarbe einstreichen.
- Seitenwand Teilersatz einpassen
und mit Spannzangen befestigen, Abb.150.
Spaltmaß zur Rückwandtür und Konturen zum Rückwandblech
beachten.
|
Abb.148 Teilersatz Neuteil ausmessen und
anreißen

Abb.149 Ausgeschnittenes Neuteil abkanten

Abb.150 Teilersatz mit Spannzangen
befestigen
|
- Teilersatz an der Rückwand, an
Radhaus und Bodenverlängerung anpunkten, Abb.151.
- Teilersatz an der
Verbindungsnaht schweißen und an der Rückwandtüröffnung
lochschweißen, Abb.152. Verbindungsecken an der Rückwand
löten.
- Schweiß- und Lötstellen
verputzen, Abb.153.
|
Abb.151 Anpunkten im Radhausbereich

Abb.152 A = Verbindungsnaht schweißen
B = Verbindung an der Rückwand-
Türöffnung lochschweißen

Abb.153 Verbindungsnaht putzen
|
- Seitenwand verschwemmen und
bearbeiten, Abb.154 und 155.
- Seitenwand mit Fugendichtmittel
abdichten und mit Unterbodenschutz spritzen.
- Rad anbauen und Fahrzeug
abbocken.
- Stoßfänger anbauen,
Kabelstrang ordnungsgemäß verlegen und Rückleuchte anbauen.
- Dichtgummi und Anschlagkeil der
Rückwandtür anbauen, Keil einstellen.
- Abdeckungen von den Sitzen und
Scheiben entfernen sowie Seitenverkleidungen vorn und hinten
einbauen.
- Blende des Seitenfensters innen
einbauen.
- Hinteres Sitzkissen und
Zwischenboden einbauen sowie Auflage für Ablage anbauen.
- Hutablage einsetzen und Batterie
sowie Lichtmaschine anklemmen.
|
Abb.154 Verbindungsnaht verschwemmen

Abb.155 Ansicht der bearbeiteten
Verbindungsnaht
|
|
44 515
Seitenwand Teilersatz
(vorn) |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Batterie und Lichtmaschine
abklemmen.
- Hutablage mit Auflage,
Zwischenboden und hinterem Sitzkissen ausbauen.
- Blende des Seitenfensters innen
und außen abbauen.
- Einstiegleiste und
Türdichtgummi abbauen.
- Seitenverkleidung vorn und
hinten ausbauen.
- Seitenfenster mit Hilfe eines
dünnen Stahldrahtes ausschneiden und herausnehmen, siehe Position
42 514.
- Sitze und Scheiben abdecken, um
Beschädigungen durch Funken zu vermeiden.
- Türschließkeil abbauen,
Fahrzeug aufbocken und Rad abbauen.
- Seitenwand entsprechend der
Beschädigung anreißen und austrennen, Abb.156.
|
Abb.156 Ansicht des zu ersetzenden
Seitenwandteils
|
- Seitenwand beginnend von der
B-Säule, dann vom Seitenfenster zum Radhaus trennen, Abb.157.
- Seitenwand Teilersatz von
Fensteröffnung, B-Säule, Türschweller und Radhaus bis zur
Schnittkante austrennen, Abb.158.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.159.
|
Abb.157 Seitenwand trennen

Abb.158 Seitenwand austrennen

Abb.159 Blechreste entfernen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten, Abb.160. Schnittflächen vom Seitenwandausschnitt
entgraten.
- Seitenwand Teilersatz (Neuteil)
ausmessen und anreißen, Abb.161.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
- Teilersatz ausschneiden und mit
einer Abkantzange abkanten, Abb.162.
|
Abb.160 Maß "A" am ausgetrennten Teil
ermitteln

Abb.161 Maß "A" auf das Neuteil übertragen

Abb.162 Ausgeschnittenen Teilersatz an der
Schnittkante abkanten
|
- Punktflansche des Teilersatzes
und Teilersatz vorn unten, vor dem Radhausausschnitt, lochen,
Abb.163.
- Auflageflächen der
Punktflansche mit schweißfähiger Rostschutzfarbe einstreichen
und Teilersatz einpassen sowie ihn mit Spannzangen befestigen,
Abb.164. Es ist dabei auf die Konturen vom Türschweller sowie
auf den Abstand der Tür zu achten.
- Teilersatz an der B-Säule, an
der Fensteröffnung und am Radhaus anpunkten, Abb.165.
|
Abb.163 Teilersatz an den Verbindungsstellen
putzen. An der unteren Kante
Teilersatz lochen.

Abb.164 Teilersatz mit Spannzangen
befestigen

Abb.165 A = Anpunkten an der B-Säule
B = Anpunkten im Radhaisbereich
|
- Teilersatz an der
Verbindungsnaht und an der B-Säule schweißen, Abb.166.
- Verbindung am Türschweller
innen und außen lochschweißen. Anschluss an der B-Säule oben
und am Türschweller vorn und hinten löten, Abb.167.
- Schweiß- und Lötstellen
verputzen, Abb.168.
|
Abb.166 Schweißen der Verbindungsnaht

Abb.167 Löten am Türschweller

Abb.168 Verputzen der Verbindungsnaht
|
- Verbindungsnaht Teilersatz
verschwemmen, Abb.169.
- Schwemmstelle bearbeiten,
Abb.170.
- Seitenwand Teilersatz mit
Fugendichtmittel gut abdichten und Unterbodenschutz an den
betroffenen Stellen spritzen.
- Rad anbauen, Fahrzeug abbocken
sowie Schließkeil anbauen und einstellen.
- Abdeckung der Sitze und Scheiben
entfernen.
- Seitenscheibe einbauen und
Blende des Seitenfensters außen anbauen.
- Seitenverkleidung vorn und
hinten einbauen sowie Dichtgummi der Tür anbauen.
- Einstiegleiste und Blende des
Seitenfensters innen anbauen.
- Hinteres Sitzkissen,
Zwischenboden und Auflage für Hutablage einbauen.
- Hutablage einbauen sowie
Batterie und Lichtmaschine anklemmen.
|
Abb.169 Verbindungsnaht verschwemmen

Abb.170 Ansicht der bearbeiteten Schwemm-
Stelle
|
|
44 532 5
Wasserablaufblech
Teilersatz Kofferraum |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Wasserablaufblech je nach
Beschädigung anzeichnen und austrennen. Dabei muss die
Trennkante vor dem Luftleitblech liegen, ansonsten könnte es zu
Undichtigkeiten im Wasserkasten (wegen keiner
Abdichtmöglichkeit) kommen, Abb.171.
|
Abb.171 Ansicht des zu ersetzenden
Wasserablaufbleches
|
- Wasserablaufblech am
Seitenwandinnenblech, an der Wasserablaufrinne und Blechlauf,
wie angerissen, einsägen, Abb.172.
- Wasserablaufblech abtrennen,
Abb.173, und Blechreste von Punktflanschen entfernen.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten. Maß "A" am ausgetrennten Teil ermitteln,
Abb.174.
|
Abb.172 Wasserablaufblech trennen

Abb.173 Wasserablaufblech austrennen

Abb.174 Maß "A" ermitteln
|
- Wasserablaufblech Neuteil
ausmessen und anreißen, Abb.175.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
- Neuteil trennen und die
Punktflansche putzen.
- Punktflansche mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Teilersatz einpassen und mit
Spannzangen befestigen, Abb.176.
- Teilersatz am
Seitenwandinnenblech und an der Wasserablaufrinne
punktschweißen. Verbindungsnaht schweißen, Abb.177.
- Schweißnaht verputzen, Abb.177.
|
Abb.175 Ermitteltes Maß "A" auf das
Neuteil übertragen

Abb.176 Teilersatz mit Spannzangen
befestigen

Abb.177 A = Verbindungsnaht schweißen
B = Schweißnaht verputzen
|
|
44 534 5
Radhaushälfte auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
Radhaushälfte entlang der
Markierungslinie, Abb.178, wie folgt austrennen:
- Radhaushälfte austrennen,
Abb.179.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.180.
|
Abb.178 Trennlinie für Radhaushälfte

Abb.179 Radhaushälfte entsprechend der
Trennlinie trennen

Abb.180 Blechreste entfernen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Punktflansche Neuteil putzen.
- Punktflansche mit
schweißfähiger Rostschutzfarbe einstreichen.
- Radhaushälfte anpassen und mit
Spannzangen befestigen, Abb.181.
- Radhaushälfte anpunkten und
verschweißen, Abb.182.
- Radhaushälfte mit
Metall-Fugendichtmittel gut abdichten und mit
Unterboden-Korrosionsschutzmasse spritzen.
|
Abb.181 Radhaushälfte Neuteil mit
Spannzangen befestigen

Abb.182 Radhaushälfte einschweißen
|
|
44 642
Rückwandblech auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Batterie und Lichtmaschine
abklemmen.
- Hutablage mit Auflage,
Zwischenboden und hinterem Sitzkissen ausbauen.
- Blenden der Seitenfenster innen
abbauen.
- Einstiegleiste und Dichtgummi
der Tür lösen.
- Seitenverbindungen vorn und
hinten ausbauen sowie Dichtgummi der Rückwandtür lösen.
- Kennzeichenleuchten, Kennzeichen
und Rückleuchten mit Kabel abbauen.
- Stoßfänger hinten und
Schließbügel abbauen. Rückwandblech, wie Trennlinie zeigt,
austrennen, Abb.183.
|
Abb.183 Trennlinie für Rückwandblech
mit Schürze
|
- Rückwandblech an den
Seitenwandverbindungen und am Bodenblech austrennen, Abb.184.
dabei in zwei Arbeitsgängen vorgehen:
a) Austrennen des oberen Teils -
Rückwandblech, Abb.185.
b) Austrennen des unteren Teils -
Rückwandblech, Abb.185.
- Blechreste von Punktflanschen
entfernen, Abb.186.
|
Abb.184 Rückwandblech - oberes Teil
austrennen

Abb.185 A = Ansicht bei ausgetrenntem
Oberteil - Rückwandblech
B = Rückwandblech - unteres
Teil austrennen

Abb.186 Blechreste entfernen
|
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Punktflansche des Neuteils
putzen und in Verbindung zu bringende Punktflansche mit
schweißfähiger Rostschutzfarbe einstreichen.
- Rückwandblech Neuteil anpassen
und mit Spannzangen befestigen, Abb.187. Dabei auf das Spaltmaß
zur Rückwandtür und die Bündigkeit mit den Seitenwänden
achten.
- Rückwandblech an den
Seitenwänden und am Bodenblech punkten, Abb.188.
- Ecken der Wasserabläufe löten,
Abb.189.
- Lötstellen verputzen.
- Rückwandblech mit
Fugendichtmittel gut abdichten.
- Rückleuchten mit Kabel einbauen
sowie Kennzeichenleuchten und Kennzeichen anbauen.
- Schließbügel anbauen und
einstellen.
- Dichtgummi der Rückwandtür und
Stoßfänger hinten anbauen.
- Türverkleidung hinten und vorn,
Dichtgummi der Tür und Einstiegleiste anbauen.
- Blenden der Seitenfenster innen
einbauen.
- Hinteres Sitzkissen,
Zwischenboden und Auflage für Ablage einbauen.
- Hutablage einsetzen und Batterie
sowie Lichtmaschine anklemmen.
|
Abb.187 Neuteil mit Spannzangen
befestigen

Abb.188 A = Rückwandblech am Boden-
Blech anpunkten
B = Rückwandblech an den
Seitenwänden anpunkten

Abb.189 Wasserablaufecken löten
|
|
44 644 5
Rückwandblech mit
Schürze - Teilersatz |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Rückwandblech mit Schürze
entsprechend der Beschädigung austrennen, Abb.190.
Beschädigte Teile so austrennen, dass anschließend der
Ausschnitt gut abgekantet werden kann.
- Rückwandblech mit Schürze
trennen, Abb.191.
- Rückwandblech mit Schürze
austrennen, Abb.192.
|
Abb.190 Trennlinie für Rückwandblech
mit Schürze - Teilersatz

Abb.191 Rückwandblech mit Schürze
entsprechend der Trennlinie
trennen

Abb.192 Rückwandblech mit Schürze
austrennen
|
- Blechreste von den
Punktflanschen entfernen, Abb.193.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Schnittkante Rückwandblech und
Schürze mit einer Abkantzange abkanten, Abb.194.
- Maß "A" am
ausgetrennten Teil - Rückwandblech ermitteln, Abb.195.
|
Abb.193 Blechreste entfernen

Abb.194 Schnittkante abkanten

Abb.195 Maß "A" für Neuteil ermitteln
|
- Rückwandblech (Neuteil)
ausmessen und anreißen, Abb.196.
Bei der Maßermittlung 10 bis 12 mm Materialzugabe für die
Überlappung berücksichtigen.
- Teilersatz Rückwandblech und
Schürze abtrennen, anpassen und eventuell etwas nachschneiden.
- Punktflansche des Neuteils
putzen.
- Auflageflächen mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Rückwandblech mit Schürze
Teilersatz anpassen und mit Spannzangen befestigen, Abb.197.
- Rückwandblech mit Schürze
anpunkten und einschweißen sowie Verbindungsecken löten,
Abb.198.
|
Abb.196 Ermitteltes Maß "A" auf das
Neuteil übertragen

Abb.197 Rückwandblech mit Schürze
Teilersatz mit Spannzangen
befestigen

Abb.198 A = Rückwandblech mit Schürze
einschweißen
B = Verbindungsecken löten
|
- Verbindungsnaht Rückwandblech
und Schürze sowie Lötstellen schleifen und putzen, Abb.199.
- Verbindungsnaht verschwemmen und
fein bearbeiten, Abb.200.
|
Abb.199 Schweiß- und Lötstellen putzen

Abb.200 A = Verbindungsnaht ver-
schwemmen
B = Ansicht der bearbeiteten
Schwemmstelle
|
|
44 654 4
Bodenblech Kofferraum
komplett auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Bodenblech entlang der
Markierungslinie austrennen, Abb.201.
- Blechreste vom Punktflansch
entfernen, Abb.202.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Neuteil Bodenblech beidseitig an
den Auflageflächen der Punktflansche putzen und im vorderen
Bereich lochen, Abb.203.
- Auflageflächen mit
schweißfähiger Zinkstaubfarbe einstreichen.
- Bodenblech einpassen und mit
Spannzangen befestigen, Abb.204.
|
Abb.201 A = Trennlinie für Bodenblech
B = Bodenblech austrennen

Abb.202 Blechreste entfernen

Abb.203 Bodenblech Neuteil lochen

Abb.204 Bodenblech mit Spannwerkzeugen
befestigen
|
- Bodenblech anpunkten und
einschweißen, Abb.205.
Längsträger hinten, die Bodenverlängerung und Bodenblech im
Radhausbereich punktschweißen.
- Schweißstellen verputzen.
- Bodenblech mit geeignetem
Metall-Fugendichtmittel gut abdichten, Abb.206.
|
Abb.205 Bodenblech anpunkten und
einschweißen

Abb.206 Bodenblech mit Fugendichtmittel
abdichten
|
|
44 683 4
Längsträger hinten
auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Vordersitz und Rückenlehne
hinten mit Scharnier ausbauen.
- Filz und Antidröhnfolie
entfernen.
- Schweißpunkte im Bodenblech und
Querträger hinten ausbohren, Abb.207.
|
Abb.207 Schweißpunkte ausbohren
|
- Längsträger am Bodenblech,
Querträger und der Türschweller - Seitenschiene austrennen,
Abb.208.
- Blechreste entfernen.
Einbauen
- Punktflansche putzen und
richten.
- Trägerflansch des Neuteils an
der Seitenschiene lochen, Abb.209.
- Längsträger ausmessen und
einpassen sowie mit Spannzangen befestigen, Abb.210.
|
Abb.208 A = Längsträger austrennen
B = Ansicht bei ausgetrenntem
Längsträger

Abb.209 Seitenschiene des Längsträgers
lochen

Abb.210 Längsträger mit Spannzangen
befestigen
|
- Längsträger einschweißen. An
den Punktbohrungen lochschweißen, siehe Bodenblech, Abb.211.
Ansonsten die Punktflansche von außen schweißen.
- Schweißstellen verputzen,
Abb.212. Fahrgastraum mit Grundierfarbe einstreichen und
äußere Reparaturstellen mit Unterboden-Korrosionsschutzmasse
spritzen.
- Antidröhnfolie und Filz
einkleben sowie Rückenlehne mit Scharnier und Vordersitz
einbauen.
|
Abb.211 Längsträger einschweißen

Abb.212 Schweißstellen verputzen
|
|
44 734
Rückwandtür auswechseln |
|
KEIN SPEZIALWERKZEUG
ERFORDERLICH
|
|
Ausbauen
- Türverkleidung abbauen. Mit
Hilfe eines Schraubenziehers Clips herausdrücken.
- Türschloss (3 Schrauben)
abbauen und Schließzylinder (1 Mutter) ausbauen.
- Anschlagpuffer und -Keile für
Rückwandtür abbauen (abbohren).
- Kabel für heizbare
Rückwandscheibe entfernen und Rückwandscheibe ausbauen.
- Knöpfe (Halteband Hutablage)
abbauen sowie Blindstopfen (5 Stück) entfernen.
- Türheber an der Tür abbauen
und Rückwandtür ausbauen (4 Schrauben), Abb.213.
Einbauen
- Rückwandtür einbauen und
einpassen. Dabei ist auf das Spaltmaß zu den Seitenwänden und
dem Dach zu achten. Ebenso die Bündigkeit zum Heck
berücksichtigen, Abb.214.
- Türheber an die Tür anbauen,
Abb.215.
- Blindstopfen, Anschlagkeile (je
2 Popnieten), Anschlagpuffer und Knöpfe für die Haltebänder
Hutablage anbauen.
- Kabel für Scheibenheizung,
Rückwandscheibe, Schließzylinder und Türschloss einbauen.
- Schließbügel einstellen und
Rückwandtürverkleidung anbauen.
|
Abb.213 Rückwandtür ausbauen

Abb.214 Ansicht bei einwandfreier
Bündigkeit des Neuteils zum
Heck

Abb.215 Türheber anbauen
|


Aufschlüsselung -
Rahmenkontrollmaße
Teilnummer |
Teil-Bezeichnung |
Fahrzeug-Ausführung |
1A |
1C |
1D |
73EG-6K018-AA |
Verstärkungsblech
hintere
Motoraufhängung |
Alle Fahrzeuge in Verbindung mit den eng. und deutschen
V4/V6-Motoren
Alle Fahrzeuge mit OHC-Motoren in Verbindung mit Autom.-Getriebe
|
965,0
±3,0
(37,99 in) |
168,1
±2,5
(6,61 in) |
323,6
+4,0
323,6 -0,0
(12,74 in) |
3038E-6K018
B |
Alle Fahrzeuge mit OHC und Kent-Motoren in Verbindung mit mech.
Getriebe
|
886,5
±3,0
(34,90 in) |
183,6
±2,5
(7,23 in) |
354,6
+4,0
354,6 -0,0
(13,96 in) |
|
Teilnummer |
Teil-Bezeichnung |
Ausführung/Prod.-Land |
2A |
2C |
2D |
69EGT113K40AA |
Verstärkungsblech
Zwischenlager-
Gelenkwelle |
FOG-Fahrzeuge mit OHC
FOE-Fahrzeuge mit deutschen
V4/V6-Motoren
|
742,5
±2,0
(29,23 in)
743,5 ±2,0
(29,27 in) |
55,0 ±2,0
(2,17 in) |
146,0
±3,0
(5,75 in) |
69EGT113K40BA |
FOB-Fahrzeuge mit OHC
FOE-Fahrzeuge mit engl.
V6-Motor
|
821,0
±2,0
(32,32 in)
822,0 ±2,0
(32,33 in) |
49,0 ±2,0
(1,93 in) |
140,0
±3,0
(5,51 in) |
FOG - Deutschland, FOB - England, FOE -
Europa
Differenzbetrag (1 mm) ergibt sich durch Höhenversatz bedingte
Verlagerung, daher 2A Maße doppelt.
|