Hi Rene,
finde ich gut, dass Du ausführlich beschreibst, dann ist die Chance umso größer, dass man hier per Ferndiagnose helfen kann.
Grundsätzlich gibt es ja 2x OT, einmal den korrekten Zünd- OT und dann, nach einer Kurbelwellenumdrehung, den OT, wo der Motor beginnt, Frischgas anzusaugen.
Im falschen OT steht das Nockenwellenrad um 180 Grad verdreht. Ich habe damals, bei meinem ersten Motorumbau, den Verteiler bei OHC genau auf den falschen OT eingebaut, je nach Früh- oder Spätverstellung läuft der Motor damit, allerdings schlimmer als ein Sack Nüsse. Ich wollte es nur angesprochen haben, gehe bei Dir aber nicht davon aus, dass das bei Dir vorliegt.
Wenn absolut sichergestellt ist, dass die Zündreihenfolge 1-3-4-2 in richtiger Drehrichtung/ im Uhrzeigersinn passt und der Kontaktabstand passt, sollte der Motor, wenn er auch nur halbwegs zufriedenstellend läuft, deutlich auf eine Verstellung in Richtung Früh- oder Spät reagieren.
Wie schon geschrieben, ich würde, wenn die genannten Punkte geprüft und ok sind, nacheinander jeweils die Kerzenstecker ziehen, um zu sehen, bei welchem Zylinder der Motorlauf einbricht oder sogar unverändert bleibt.
Keule's Argument betr. Vergaser kann natürlich auch ursächlich sein, wenn die anderen Punkte in Ordnung sind.
Aber, da Du beschreibst, dass er im kalten Zustand noch am ehesten läuft und sich der Zustand mit wärmer werdendem Motor verschlechtert, wie siehts denn mit dem Ventilspiel aus?
Das würde perfekt zu Deiner Problematik passen, wenn das Spiel zu klein ist, verdichtet er nicht und läuft bescheiden.
Sobald er warm ist, verstärkt sich das Problem noch, und eine Zündverstellung bringt kaum Änderung, wenn der OHC evtl nur auf 2-3 Zylindern vor sich herhumpelt, auch das würde zu Deiner Problematik passen.
Wäre über die Methode Zündkabel nacheinander abziehen auch evt. schon lokalisierbar.