Kapitel 22: Kennzeichendebakel und Trockenlegung
Endlich war es Zeit, das Auto zu zu lassen, da der 1. Mai ja immer näherrückte. Da Casi leider rein arbeitstechnisch, Einbrüche werden ja immer zahlreicher, nicht selber im Stande dazu war, wurde der Senior samt allen Unterlagen zur Zulassungsstelle geschickt. Vorher noch im Internet jegliche Kennzeichenkombinationen durchgecheckt, jedoch waren alle Favoriten bereits vergeben. Aber eine Blitzidee kam ihm dann doch noch. Die alten Schilder von damals, als der Capri das erste Mal Saarlands Straßen unsicher gemacht hat, lagen noch in der Garage. Also schnell die Verfügbarkeit im Internet überprüft und siehe da: VERFÜGBAR. Schnell (kostenpflichtig) reserviert und Ausdruck sowie die Schilder zum Rest des Papierkrams getan.
Zwei Schichten später mal wieder bei den Eltern reingeschneit. Senior schlief krankheitsbedingt auf der Couch. Kennzeichen lagen aufm Küchentisch. Zwei Paar. Ein altes Paar und ein neues.
Was war passiert? Neue DIN - Vorschriften? Nein, Casi hatte ganz vergessen, dass er ein Saisonkennzeichen geordert hatte. Das alte war jedoch ein Ganzjahreskennzeichen gewesen. Mal (wieder) Geld fürs Auto aus dem Fenster geworfen. Aber immerhin das gleiche Kennzeichen, mit Zulassungszeitraum am rechten Rand...
Genug geärgert und ab ans Werk. Auto raus und Haube auf. Aufgrund der Undichtigkeiten wollte Casi sowohl die Dichtung am Thermostat und an der Wasserpumpe wechseln. Außerdem sollte überprüft werden, ob das Thermostat vom Senior richtig herum eingebaut worden war.
Schlauch ab, platsch und zwei Schrauben auf. Laut Explosionszeichnung und Erklärung der Kühlkreisläufe war Casi sich sicher, dass das Ding richtig rum drin war. Also Hylomar als "Platzhalter" dran und wieder rangeschraubt. Werde berichten, wie es sich verhält bzw. ob es dazu geeignet ist. Bisher klappts hervorragend.
Das war der Moment indem der Senior erschien und angab, dass er das Thermostat bereits überprüft hatte. Na super.
Zu zweit ging es dann ans Werk, die Wasserpumpe zu demontieren. Dies funktionierte erstaunlich gut und ohne Zwischenfälle.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass drei Gewinde vorhanden sind, jedoch nur zwei Schrauben verwendet worden waren. Ein viertes Loch am Motor ist nach wie vor ein Mysterium.
Wasserpumpe samt (neuer) Dichtung und Hylomar am Motor befestigt und alles andere wieder eingebaut.
Unterm Auto ist es nun trocken, kein Wasserfall und kein Rinnsal mehr. Trockener als (hier schlechten Witz einfügen).
Hoffentlich kommen keine Hinweise darauf, dass es in Wirklichkeit vier Schrauben sind und dass doch noch eine weitere Schraube fehlt... Leider steht nichts dazu im WHB oder im JHIMS - Buch.
Beim nächsten Mal erzähle ich euch von der Lackierung des verkratzten Aufstellfenster - Rahmen.
Bis dann!